Warum die Steine in meinem Weg keine Chance hatten!

NB: Alle Leser sind eingeladen, teilzunehmen. Gebt mir euer Feedback, stellt Fragen oder teilt eure Erfolgsgeschichten! Schickt mir einfach eine Email: wf@williamfern.com Leider werde ich nicht all eure Antworten online stellen können, aber ich hoffe, dass Ihr von denen profitieren werdet, die ich teilen kann.


Cropped.jpg

Die Steine lagen unheilvoll in einer Vierer-Gruppe in unmittelbarer Nähe und mitten auf meiner Jogging-Strecke. Während ich laufe verliere ich mich gerne in beruhigenden Tagträumereien, die mich vom Lärm der Außenwelt ablenken. Darum bin ich in den letzten Jahren schon öfter über diese „Steine auf meinem Weg“ gestolpert. Ich werde auch durchgeschüttelt, wenn ich mit meinem Fahrrad darüber fahre. Einmal bin ich schwer gestürzt und trug eine Weile lang blaue Flecken und und einen stechenden Schmerz mit mir herum.

Als ich an diesem Abend des 20. März joggte gelang es mir, meinen steinigen Erzfeind zu überwinden und gleichzeitig eine wichtige Lektion zu lernen. Ich fing an mich zu fragen, ob ich ein wenig verrückt sei, denn, um Einstein zu zitieren, denselben Fehler immer und immer wieder zu begehen ist ein Zeichen von Wahnsinn.

Dieses Jahr hatte der Winter sich geweigert zu verschwinden, und daher war das Wetter nicht sehr angenehm. Ich hatte mich nicht gerade darauf gefreut hinaus zu gehen. Es war jedoch ein wenig wärmer, und der Schnee war geschmolzen. Als ich mich den „vier Steinen“ näherte fiel mir zufällig auf, dass einer von ihnen ein wenig lose zu sein schien, weil die Erde sich den ganzen Tag lang mit schmelzendem Schnee vollgesogen hatte. Ich trat gegen ihn. Er bewegte sich. Hmm. Meine Tritte hatten das nie zuvor bewirkt. Ich kniete mich hin und kämpfte mit ihm, und es war mir ziemlich egal, was die Bürohengste in dem riesigen angrenzenden Bürogebäude vielleicht dachten, falls sie mich beobachteten. Es gab ein schmatzendes Geräusch, und der Stein bewegte sich schließlich.

Plötzlich war das verfluchte Ding in meiner Hand! Es war der größte der vier Steine, ungefähr so groß wie eine geballte Faust. Die anderen würden leicht sein. Ich trat sie und rüttelte an ihnen und hebelte sie mit einem kleinen Zweig heraus. Sie hatten nicht den Hauch einer Chance. Sie gaben nach. Ich hatte gewonnen. Nach Jahren der Auseinandersetzung mit ihnen war ich sie endlich los. Ich verspürte ein Gefühl von süßem, rachedurstigem Vergnügen.

Ich legte alle vier auf einen Haufen und betrachtete sie stolz. Gleichzeitig war ich aber auch ein wenig enttäuscht von mir. Sie waren klein und mickrig. Es war gar nicht viel an ihnen dran. Wie hatte ich zulassen können, dass diese kleinen Kümmerlinge mich wortwörtlich so lange haben straucheln lassen?

Meine Annahme: Es war mein Glaube und meine Einstellung. Ich hatte die ganze Zeit angenommen, dass diese kleinen Steine einfach zu tief in der Erde steckten, und man sie nicht ausgraben konnte, außer mit irgendeinem erdbewegendem Gerät. Als ich bemerkte, dass ihre Position im Boden wacklig war, änderte ich meine Ansicht und war in der Lage, sie binnen weniger Minuten loszuwerden.

Das eigene Glaubenssystem zu verändern und die Art Dinge wahrzunehmen verändert dein Verhalten.

Ich war bereit weiter zu laufen. Ich sah auf die Uhr. Es war 17:20. Die ganze Geschichte war exakt zum Beginn der Frühjahrs Tag-und-Nachtgleiche geschehen. Der Frühling hatte begonnen! Dieser Zeitpunkt ist in vielen Kulturen ein besonders glücksverheißender. Ich fühlte mich belebt.

Gelernte Lektion: Vielleicht sind die Steine auf unserem Weg kleiner als sie aussehen. Gebt den Steinen auf eurem Weg hin und wieder einen Tritt und seht was geschieht.